Ansprechpartner

1. Vorsitzender:
Prof. Dr. Dietmar Schiersner
Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Pädagogische Hochschule Weingarten
Kirchplatz 2
D-88250 Weingarten
Telefon: 0751/501-8393
schiersner(at)ph-weingarten.de

Geschäftsstelle:
Städt. Kulturamt Memmingen
Dr. Hans-Wolfgang Bayer
Ulmer Str. 19
87700 Memmingen
Telefon: 08331/850-131
kulturamt(at)memmingen.de

Seiteninhalt:

Wer wir sind

1986 vom Kulturamt der Stadt Memmingen als eingetragener Verein gegründet widmet sich das MEMMINGER FORUM der regionalgeschichtlichen Forschung.

Dem historischen Raum "Schwaben" gilt dabei unser besonderes Interesse. Mit der Unterstützung unserer alle zwei Jahre stattfindenen Tagungen und der Publikation der Ergebnisse leistet die Stadt Memmingen seit bald 30 Jahren einen kontinuierlichen Beitrag zur historischen Forschung. Getragen wird unsere Arbeit vom Elan der beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

Vorsitzender des FORUMS ist Prof. Dr. Dietmar Schiersner, Pädagogische Hochschule Weingarten. Bis November 2011 bekleidete das Amt 15 Jahre lang Prof. Dr. Rolf Kießling, Universität Augsburg. Die Geschäftsführung des Vereins liegt beim städtischen Kulturamt Memmingen.

 

 

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Vortrag: 7. Oktober 2016

Der Historiker Dr. Reinhard Baumann hält am Freitag, 7. Oktober 2016, um 19:30 Uhr im Antoniersaal (Martin-Luther-Platz) einen öffentlichen Vortrag zum Thema: "Der Landschaft eingeschrieben - Die Eisenbahn in der Literatur". Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist das Memminger Forum für Schwäbische Regionalgeschichte.

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Nächste Tagung: 17. bis 19. November 2017

16. Tagung des Memminger Forums für Schwäbische Regionalgeschichte e.V., 17.-19.11.17:

Schwaben und Franken: Regionalgeschichte(n) im Vergleich

Was haben die Schwaben und die Franken gemeinsam - außer daß sie beide auf mehrere Bundesländer - Baden-Württemberg und Bayern - verteilt sind, daß sie zum Beispiel Bayern sind, und es gleichzeitig nicht sind? Die Zuordnung Frankens und Schwabens und seiner Bewohner zu den politischen Landschaften der Gegenwart ist heute vor dem Hintergrund der Infragestellung ethnischer Identitäten und kultureller Eigenheiten nicht einfacher geworden. Gleichzeitig aber wird tatsächlich oder vermeintlich regional Typisches kultiviert und vermarktet.

Die Tagung des „Memminger Forums für schwäbische Regionalgeschichte“ möchte deswegen die historische Entstehung dieser Länder und ihrer politischen, gesellschaftlichen, kulturellen Eigenheiten, vor allem auch die sie verbindenden Aspekte in den Blick nehmen. Denn Franken und Schwaben entwickelten offenbar viele Gemeinsamkeiten, denkt man etwa an die außergewöhnlich zahlreichen Reichsstädte, die Vielzahl kleiner reichsritterschaftlicher Herrschaften oder die Berührungspunkte bei der Aufnahme oder aber Abwehr der Reformation. Letzteres z.B. brachte für einzelne Regionen eine bis heute augenfällige gemeinsame barocke Katholizität hervor, während viele evangelischen Gemeinden Schwabens jahrhundertelang immer wieder mit lutherischen Pfarrern aus Franken „versorgt“ wurden - um nur wenige, bis in die Gegenwart spürbare Verbindungen anzudeuten. Gemeinsam ist Franken und Schwaben nicht zuletzt die Integration in das Neue Bayern nach 1806. Jetzt erhielten beide historischen Landschaften und ihre zahlreichen vormals reichsunmittelbaren bzw. reichsständischen Herrschaften ein neues, gemeinsames Zentrum mit einer gemeinsamen Herrscherdynastie. Unter den neuen politischen Rahmenbedingungen erfolgte die Industrialisierung der Regionen und kam es - auch in Anknüpfung an ältere Strukturen - zu ökonomischen Entwicklungen, die ebenfalls bis heute prägend wirken.

In insgesamt 16 Referaten und einem Abendvortrag zum spätmittelalterlichen Meistersang, der neben Augsburg und Nürnberg auch dem Tagungsort Memmingen gewidmet ist, werden viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Geschichte der benachbarten Regionen Schwaben und Franken aufgearbeitet. Die Tagung wird geleitet von den Landeshistorikern Prof. Dr. Georg Seiderer (Erlangen) und Prof. Dr. Dietmar Schiersner (Weingarten). Ein genaues Programm finden Sie ab September 2017 auf dieser Homepage. Auch einzelne Vorträge können besucht werden, der Eintritt ist kostenlos.